Zweitwagenregelung

Was noch vor 30 oder 40 Jahren für viele Verbraucher undenkbar war, zählt heute für einen großen Teil der bundesdeutschen Bevölkerung zum Alltag – die Nutzung mehrerer Pkw in einer Familie.

Zweitwagenregelung

Es ist im Regelfall ohne Weiteres möglich, dass Sie Ihr zweites Fahrzeug bei Ihrer Kfz-Versicherung mitversichern lassen. In diesem Fall spricht man dann von dem Zweitwagen, weil er zusätzlich zum Erstwagen versichert wird. Es ist nicht unüblich, dass möglicherweise beide Lebens- oder Ehepartner einer Festanstellung in getrennten Orten nachgehen oder oft auch die Kinder bereits über ein eigenes Kraftfahrzeug verfügen. Denkbar ist auch, dass Sie neben Ihrem Erstwagen ein Cabrio besitzen, welches Sie hauptsächlich im Sommer mit einem Saisonkennzeichen nutzen. In diesen Fall müssen sogar mehr als zwei Fahrzeuge versichert werden. Viele Versicherungen sind mittlerweile dazu übergegangen, für jeden Zweitwagen, sofern das erste Fahrzeug des Halters bereits bei der betreffenden Versicherungsgesellschaft versichert ist, verbesserte Einstiegsbedingungen anzubieten.

In diesem Fall helfen diese besonderen Regelungen den Familien mit einem Zweit- oder Drittwagenrabatt, welcher Versicherungsprämie für den zusätzlichen Pkw senkt.

Einstufung des Zweitwagens

Die Einstufung Ihres Zweitwagens in die Schadenfreiheitsklasse erfolgt meistens in die SF-Klasse 1/2 bei einem Beitragssatz von rund 56 bis 75 Prozent. Auf den ersten Blick sieht dieses nach einem hohen Beitragssatz aus, ist aber für Fahranfänger ein sehr günstiger Einstieg. Denn versichern Fahranfänger ihr Auto über die Eltern (Mutter oder Vater) oder über Verwandte und Bekannte, so sparen sie damit beträchtliche Beiträge, da die Fahranfängereinstufung regulär bei der SF-Klasse 0 mit 94% liegt! Es lohnt sich also auf jeden Fall, immer nach einem Zweitwagentarif zu fragen, wenn die erstmalige Versicherung eines weiteren Fahrzeuges ansteht.

Eigenschäden

Allerdings bringt eine Zweitwagenregelung nicht nur Vorteile mit sich. In den Versicherungsbedingungen wird bei genauem lesen der Ausschluss des sog. Eigenschadens beschrieben. Dieser gilt speziell für Sachschäden, welche durch einen Zusammenstoß zwischen beiden Fahrzeugen entstehen. In diesem Fall ist der Schaden nicht durch die Versicherung abgedeckt. Beschädigt zum Beispiel Ihr Lebenspartner mit Ihrem Fahrzeug Ihr weiteres Kraftfahrzeug, müssen Sie als Versicherungsnehmer beider Fahrzeuge den entstandenen Schaden selbst tragen. Um hier vorzubeugen, bleibt nur eine eigenständige Versicherung des Zweitwagens bzw. der Abschluss einer Vollkaskoversicherung für beide Fahrzeuge. Beim klassischen Eigenschaden (Sachschaden) bleiben die Haftungsansprüche gegen die eigene Versicherung also unberücksichtigt. Anders gelagert ist es im Fall eines Personenschadens. Im diesem Fall tritt die Versicherung des Versicherungsnehmers ein.

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