Nach der Trennung das gemeinsame Familienauto verkauft

Um Schulden bezahlen zu können, verkaufte eine Frau kurz vor ihrer Scheidung das gemeinsame Familienauto. Ihr Noch-Ehemann verklagte sie daraufhin und forderte Schadenersatz. Da er sowohl als Halter eingetragen als auch Versicherungsnehmer war und der größte Teil der Finanzierung durch ihn getätigt worden sei, fühlte er sich als alleiniger Eigentümer des Fahrzeuges.

Das OLG Stuttgart verpflichtete die Frau schließlich zur Zahlung eines Schadenersatzes. Da der Fahrzeugwert ungefähr dem erzielten Kaufpreis von 12.000 Euro entsprach, konnte der Mann die Hälfte hiervon – also 6.000 Euro – verlangen.

Grundsätzlich gilt, dass beide Ehegatten Miteigentum an den beweglichen Haushalstgegenständen haben, die während der Ehe gemeinsam angeschafft wurden, auch wenn nur ein Ehegatte den Haushaltsgegenstand erworben hat.

Quellen: OLG Stuttgart / anwalt.de

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