Fahranfänger

Wie die Kosten für einen erstmaligen Abschluss einer Autoversicherung senken?

Nach bestandener Führerscheinprüfung ist der Kauf eines eigenen Fahrzeuges für viele sehr verlockend. Spätestens jetzt muss sich der stolze Besitzer des ersten eigenen Fahrzeuges um Versicherungsschutz bemühen. Jedem steht der Weg offen, sich an den Versicherungsfachmann seines Vertrauens zu wenden oder sich im Internet über ein Vergleichsportal (www.autoversicherung.de) ein Angebot einzuholen. Leider sind Versicherungen für Fahranfänger teuer, gerade hier gilt es daher in Ruhe zu vergleichen. Nur so habe ich die Chance die Kosten für den erstmaligen Abschluss zu senken.

Vergleichen lohnt sich!

Viele Fahranfänger wählen daher den Weg, sich an den Kfz-Versicherer ihrer Eltern zu wenden. Eine große Anzahl von Versicherungsgesellschaften bietet hier eine verbesserte Ersteinstufung an. Anstatt der für Fahranfänger üblichen Klasse 0, ermöglichen sie es dem Sohn oder der Tochter hier mit der günstigeren Schadenfreiheitsklasse ½ zu starten. Gerade die Fahranfänger die für den neuen Lebensabschnitt als Auszubildender, Student oder junger Arbeitnehmer auf ein Auto angewiesen sind, werden dies zu schätzen wissen, da es erhebliche Prämienunterschiede zwischen diesen Klassen gibt.
Trotzdem auch hier gilt, vergleichen lohnt sich immer, da letztlich immer der tatsächlich gezahlte Beitrag darüber entscheidet, ob ein Angebot interessant ist oder nicht. Eine auf den ersten Blick niedrige SF-Klasse, kann trotzdem mit einem hohen Beitrag verbunden sein.

SFR-Übertragung als weitere Möglichkeit


Immer noch bieten viele Gesellschaften die Möglichkeit einer sogenannten SFR-Übertragung an. Eine SFR-Übertragung ist in der Regel aber nur noch unter Familienangehörigen ersten Grades möglich. Der Familienangehörige, welcher den SFR bisher nutzte, muss sich aber damit einverstanden erklären den Anspruch auf seinen Schadenfreiheitsrabatt (SFR) endgültig aufzugeben. Eine Rückübertragung ist in der Regel ausgeschlossen. Es wird hier nicht gelingen aus einem SFR zwei zu machen.

Nicht immer ist es möglich einen Schadenfreiheitsrabatt in voller Höhe zu übernehmen. Der neue Versicherungsnehmer muss nachweisen, wie viele Jahre er bereits die Fahrzeuge des ehemaligen Versicherungsnehmers gefahren ist. Die SFR-Übertragung ist kein Geschenk. In der abgeforderten Erklärung muss eindeutig erklärt werden, dass die Fahrzeuge des bisherigen Versicherungsnehmers durchgehend genutzt wurden.

Hierbei ist ebenfalls das Datum des Führerscheinerwerbes von großer Bedeutung. Die Einstufung in die neue SF-Klasse darf nicht mehr schadensfreie Jahre ausmachen, als rückwirkend zum Erwerb des Führerscheins. Wer beispielsweise die Fahrerlaubnis mit 17 erworben hat und jetzt 23 Jahre alt ist, kann sich maximal 6 Jahre anrechnen lassen. Die Einstufung würde dann in die Schadensfreiheitsklasse 5 erfolgen, auch wenn der Familienangehörige in der Klasse 25 eingestuft war.

Hatte der Familenangehörige in seinem Vertrag innerhalb der letzten 6 Jahre, dann auch noch einen Unfall, der zu einer Rückstufung des Vertrages geführt hat, wird es richtig kompliziert. Hier wird dann der neue Inhaber der Schadenfreiheitsklasse so gestellt, als hätte sich der Unfall während der von ihm belegten 6 Jahre ereignet. Entsprechend der gültigen Rückstufungsstaffel erfolgt dann hier eine weitere Rückstufung, so dass am Ende hier vielleicht trotz nachgewiesenen 6 Jahren Fahrzeugnutzung, nur eine Schadenfreiheitsklasse 3 (oder schlechter, je nach Rückstufungsstaffel) übernehmen lässt.

Wie aus dem ersten eigenen Fahrzeug ein Zweitwagen wird


Als weitere Möglichkeit bietet sich an, dass die Eltern das Auto als Zweitwagen auf sich zulassen. In diesem Fall erfolgt meistens die Einstufung in der Schadensfreiheitsklasse zwei, welche schon erheblich günstiger ist. Es gibt allerdings auch Versicherer, welche das Zweitfahrzeug intern in der SF-Klasse führen, welche für das Erstfahrzeug gilt. Erst bei einem Versichererwechsel würde die dann gültige Einstufung an den neuen Versicherer weitergegeben – dies ist mit Abstand die kostengünstigste Lösung, wird aber nicht von jedem Unternehmen angeboten. Viele Gesellschaften machen hier auch eine weitere Einschränkung geltend, in dem Sie zum Beispiel ein bestimmtes Mindestalter aller Fahrer voraussetzen. Dieses können dann viele Fahranfänger nicht erfüllen.

Auch hier heißt die Devise: Informieren Sie sich frühzeitig und vergleichen Sie die Angebote.

Fazit

Wie man es auch dreht und wendet, die erste eigene Autoversicherung kann sich zu einem teueren Spaß entwickeln. Sie ist kein preiswertes Vergnügen. Wer sich hier vertraglich bindet, sollte diesen Schritt durch eine umfassende Recherche gut unterstützen. Eventuell ist auch ein Wechsel der Eltern zu einer anderen Gesellschaft notwendig, um diese enormen Kosten zu drücken. Am Ende ist halt immer wichtig, was unter dem Strich, als Gesamtsumme steht. Scheuen Sie sich daher nicht die Ihnen unter www.autoversicherung.de gebotene Vergleichsmöglichkeit zu nutzen.

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