Regionalklasse

Um eine risikogerechte Prämie für die Autoversicherung zu berechnen, nutzen alle Autoversicherungen u. a. die sog. „Regionalklasse“. Dazu wird von unabhängigen Gutachtern der Schadensbedarfindex ermittelt, dieser ergibt sich aus der Anzahl und Höhe von Schadensforderungen innerhalb eines bestimmten Zulassungsbezirks. Bestimmte Teile Deutschlands sind daher teurer bzw. günstiger in der Versicherungsprämie. Die Autoversicherer haben auf diese Einstufungen keinen Einfluss, sie können lediglich ihre Prämie daran ausrichten.

Diese Einstufung wird auch nach der Haftpflicht und Teil- bzw. Vollkaskoversicherung unterschieden. Eine Vollkaskoversicherung in Berlin ist daher möglicherweise teurer als eine in Radevormwald im bergischen Land. In Städten wo häufiger Autos gestohlen werden, ist eine Teilkaskoversicherung auch entsprechend teurer. Insgesamt werden nicht nur die Schadenhäufigkeit, sondern auch die Schadenshöhen begutachtet. In einer Gegend mit vielen teuren Pkws wird auch die Regionalklasse höher sein, wenn auch entsprechend oft dort Schäden gemeldet werden.

In der Haftpflichtversicherung reichen die Einstufungen der Regionalklassen von 1 bis 12, in der Teilkaskoversicherung reicht die Einstufung von 1 bis 16 und in der Vollkaskoversicherung von 1 bis 9. Je niedriger die Klasse, desto günstiger die Versicherungsprämie.

Die Anpassung der Regionalklassen findet immer gegen Ende des Jahres statt. Doch große Änderungen sind selten. Nur wenn sich der Schadenbedarfsindex ändert, also in der Region z. B. weniger Fahrzeuge gestohlen wurden oder mehr Unfälle geschehen sind, wird die Regionalklasse angepasst.

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